Google-Business-Profil Insights: Performance richtig auswerten

Google-Business-Profil Insights: Performance richtig auswerten
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Wer regelmäßig Google-Posts veröffentlicht, Bewertungen sammelt und Fragen beantwortet, hat den größten Teil der Arbeit schon erledigt. Der letzte, oft übersprungene Schritt: zu verstehen, was davon eigentlich wirkt. Genau dafür liefert Google im Business-Profil-Manager eine eigene Insights-Sektion, die deutlich mehr hergibt, als die meisten Unternehmen nutzen.

Wo finde ich die Insights-Daten?

Im Google-Business-Profil-Manager (business.google.com) gibt es einen eigenen Bereich „Leistung“ (in älteren Versionen auch „Insights“ genannt). Dort werden die wichtigsten Kennzahlen über einen wählbaren Zeitraum dargestellt – Standard sind die letzten drei Monate, lässt sich aber individuell anpassen.

Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick

  • Suchanfragen (direkt vs. entdeckt): „Direkt“ bedeutet, jemand hat explizit nach dem Firmennamen gesucht. „Entdeckt“ bedeutet, das Profil tauchte bei einer allgemeinen Suche nach Produkt oder Dienstleistung in der Region auf. Letzteres zeigt, wie gut die Sichtbarkeit bei Neukunden funktioniert, die das Unternehmen noch nicht kennen.
  • Profilaufrufe nach Plattform: aufgeteilt in Google Maps und Google Suche – hilfreich, um zu verstehen, wo die eigene Zielgruppe tatsächlich unterwegs ist.
  • Kundenaktionen: Anrufe, Routenanfragen, Website-Klicks und Nachrichten – die eigentlichen Conversions, die zeigen, ob aus Sichtbarkeit auch echtes Interesse wird.
  • Post-Performance: Aufrufe und Klicks pro einzelnem Google-Post, sichtbar direkt beim jeweiligen Post im Manager.
  • Foto-Aufrufe im Vergleich zu Wettbewerbern: Google zeigt teilweise an, wie die eigenen Fotoaufrufe im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen in der Umgebung abschneiden.

Wie sich diese Daten praktisch nutzen lassen

Suchbegriffe analysieren: Im Bereich „Suchanfragen“ zeigt Google teilweise auch, mit welchen konkreten Begriffen Nutzer das Profil gefunden haben. Tauchen dort unerwartete Begriffe auf, lohnt es sich, die Profilbeschreibung oder Posts entsprechend anzupassen, um diese Anfragen noch besser zu bedienen.

Post-Typen vergleichen: Wer regelmäßig postet, sollte nach einigen Wochen zurückschauen, welche Post-Typen (Angebot, Veranstaltung, Was gibt’s Neues) und welche Themen die meisten Klicks erzeugt haben. Diese Muster lassen sich für künftige Inhalte gezielt wiederholen.

Anrufzeiten auswerten: Die Kundenaktionen-Statistik zeigt teilweise auch, zu welchen Tageszeiten die meisten Anrufe eingehen. Das hilft bei der Personalplanung oder bei der Entscheidung, ob die Telefonzeiten erweitert werden sollten.

Saisonale Muster erkennen: Über einen längeren Zeitraum betrachtet, lassen sich saisonale Schwankungen identifizieren – etwa wenn Suchanfragen im Sommer deutlich ansteigen. Das hilft, Aktionen und Posts gezielt vor diesen Phasen zu platzieren statt erst währenddessen zu reagieren.

Häufige Stolperfallen bei der Interpretation

  • Absolute Zahlen ohne Kontext betrachten: 200 Profilaufrufe wirken viel oder wenig – entscheidend ist die Entwicklung über Zeit, nicht der einzelne Wert.
  • Kurzfristige Schwankungen überinterpretieren: Ein einzelner schwacher Monat kann viele Ursachen haben (Feiertage, Wetter, lokale Ereignisse) und muss kein Trend sein.
  • Daten nicht regelmäßig prüfen: Insights lohnen sich erst im Vergleich über mehrere Monate – ein einmaliger Blick liefert wenig Erkenntnis.

Eine einfache Routine für regelmäßiges Tracking

Es muss kein aufwendiges Dashboard sein: Ein monatlicher Termin, an dem die wichtigsten Zahlen (Suchanfragen, Anrufe, Routenanfragen, Top-Post) notiert werden – etwa in einer einfachen Tabelle – reicht meist aus, um über die Zeit Muster zu erkennen und fundierte Entscheidungen zu treffen, statt aus dem Bauch heraus zu posten.

„Viele meiner Kunden posten fleißig und pflegen ihr Profil gewissenhaft – aber schauen nie in die Insights. Dabei steckt genau dort die Antwort auf die Frage, welche Maßnahmen wirklich Kunden bringen.“

— Gabriel Opelt, Online-Marketing-Experte & zertifizierter KMU.Digital-Berater

Fazit

Die Insights-Daten im Google-Business-Profil sind kostenlos, vorhanden und werden trotzdem von den meisten Unternehmen ignoriert. Wer sie regelmäßig auswertet, erkennt, was wirklich funktioniert – und kann Zeit und Energie gezielt in die Maßnahmen stecken, die tatsächlich Kunden bringen, statt einfach weiterzumachen wie bisher.

Gabriel Opelt

Über Gabriel Opelt

Online-Marketing-Experte · KMU.Digital-Berater

Gabriel Opelt ist Online-Marketing-Experte und zertifizierter KMU.Digital-Berater mit Spezialisierung auf lokale Sichtbarkeit und SEO. Unter der Marke OnPoint Marketing begleitet er kleine und mittlere Unternehmen im D-A-CH-Raum dabei, in der Google-Suche und auf Google Maps dauerhaft gefunden zu werden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Optimierung von Google-Business-Profilen, lokalem SEO und der digitalen Außendarstellung regionaler Betriebe.

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