Kategorien und Leistungen – Der legale Weg zu deinen Keywords

Nachdem wir im zweiten Teil gelernt haben, dass Keyword-Spamming im Firmennamen streng verboten ist, stellt sich die Frage: „Wie erfährt Google denn dann, dass ich ein Klempner bin oder Notdienst anbiete?“
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Wie du Google zeigst, was du tust, ohne dein Profil zu riskieren

Nachdem wir im zweiten Teil gelernt haben, dass Keyword-Spamming im Firmennamen streng verboten ist, stellt sich die Frage: „Wie erfährt Google denn dann, dass ich ein Klempner bin oder Notdienst anbiete?“

Die Antwort liegt in den Kategorien und der Leistungsliste. Hier entscheidest du über die Relevanz deines Profils. Wer hier schlampt, wird für wichtige Suchanfragen schlichtweg nicht angezeigt.

1. Die Primäre Kategorie: Deine wichtigste Entscheidung

Die primäre Kategorie ist das stärkste Signal für den Google-Algorithmus. Sie entscheidet darüber, in welcher „Schublade“ dein Unternehmen landet.

  • Der Fokus-Tipp: Wähle die Kategorie so spezifisch wie möglich.
    • Schlecht: „Restaurant“
    • Besser: „Italienisches Restaurant“ oder „Pizzeria“

 

  • Die Goldene Regel: Du kannst nur eine primäre Kategorie wählen. Diese sollte das widerspiegeln, womit du dein Hauptgeschäft machst. Wenn du ein Café bist, das auch abends Wein verkauft, ist „Café“ deine primäre Kategorie, nicht „Weinhandlung“.
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2. Sekundäre Kategorien: Die Reichweiten-Booster

Hier kannst du bis zu neun weitere Kategorien hinzufügen. Nutzen diese aus, aber bleibe ehrlich!

Beispiel für ein Autohaus: * Primär: Autohändler

Sekundär: Autowerkstatt, Gebrauchtwagenhändler, Autovermietung.

Der Fehler: Füge keine Kategorien hinzu, die du gar nicht anbietest, nur um mehr Traffic zu bekommen. Google erkennt durch Nutzerbewertungen und deine Website sehr schnell, ob das Angebot echt ist.

3. Das Leistungs-Verzeichnis (Services)

Dies ist der Bereich, in dem du dich „austoben“ darfst. Hier kannst (und solltest) du alle Keywords unterbringen, die du im Firmennamen weglassen musstest.

  • Eigene Leistungen hinzufügen: Google schlägt dir oft Standardleistungen vor. Nutze aber unbedingt die Funktion „Eigene Leistung hinzufügen“.
  • Beispiel für einen Maler: Statt nur „Malerarbeiten“ einzutragen, erstelle spezifische Leistungen wie: „Tapezieren von Vliestapeten“, „Fassadenanstrich mit Wetterschutz“, „Schimmelbeseitigung“ oder „Lackierarbeiten für Fenster“.
  • Beschreibungen nutzen: Zu jeder Leistung kannst du einen Text mit bis zu 300 Zeichen schreiben. Nutze diesen Platz! Erkläre kurz, was den Service auszeichnet. Das liest nicht nur der Kunde, sondern auch die KI von Google.

Warum das für dein Ranking entscheidend ist

Google nutzt für die Anzeige in der lokalen Suche sogenannte „Justifications“ (Bestätigungen). Vielleicht hast du schon einmal unter einem Suchergebnis gelesen: „Ihre Website erwähnt: Notdienst“ oder „Bietet Tapezierarbeiten an“.

Diese Einblendungen entstehen, weil du diese Begriffe in den Leistungen oder Kategorien gepflegt hast. Es ist der sicherste und effektivste Weg, für Keywords gefunden zu werden, ohne eine Sperrung zu riskieren.

Lokalmatador Profi-Tipp: Das "Kategorien-Spionage" Tool

Du bist unsicher, welche Kategorien deine erfolgreichen Mitbewerber nutzen? Da die sekundären Kategorien in der normalen Google Maps Ansicht oft versteckt sind, gibt es einen Trick:

  1. Installiere die kostenlose Chrome-Extension „GMB Everywhere“ oder „GMBSpy“.
  2. Suche deinen Konkurrenten auf Google Maps.
  3. Das Tool zeigt dir sofort an, welche primären und sekundären Kategorien er hinterlegt hat. Kopiere die besten Ideen für dein eigenes Profil!

Checkliste für deine Leistungen:

FAQ: Häufige Fragen zu Kategorien & Leistungen

Frage: Wie viele Kategorien sollte ich insgesamt wählen?
Antwort: Weniger ist oft mehr. Wähle eine präzise Primärkategorie und nur so viele Sekundärkategorien (meist 2–4), wie wirklich exakt auf dein Geschäft zutreffen. Zu viele irrelevante Kategorien verwässern deine Relevanz für Google.

Frage: Meine gewünschte Kategorie gibt es nicht bei Google. Was tun?
Antwort: Google gibt die Kategorien fest vor. Wähle diejenige, die am nächsten an deinem Kerngeschäft liegt. Spezifische Details, die in der Kategorie fehlen, kannst du dann ausführlich im Bereich „Leistungen“ (Services) beschreiben.

Frage: Sehen Kunden die Leistungsbeschreibungen überhaupt?
Antwort: Ja, besonders in der mobilen Ansicht von Google Maps werden Leistungen oft prominent angezeigt. Zudem nutzt Google die Texte in den Leistungen, um dein Profil für spezifische Suchanfragen (z.B. „Dachrinnenreinigung Kosten“) auszuspielen.

Frage: Sollte ich Preise bei den Leistungen hinterlegen?
Antwort: Das ist optional. Bei standardisierten Leistungen schafft es Vertrauen. Bei komplexen Dienstleistungen ist es besser, „Preis auf Anfrage“ zu nutzen oder das Feld leer zu lassen, um keine falschen Erwartungen zu wecken.

Gabriel Opelt

Über Gabriel Opelt

Online-Marketing-Experte · KMU.Digital-Berater

Gabriel Opelt ist Online-Marketing-Experte und zertifizierter KMU.Digital-Berater mit Spezialisierung auf lokale Sichtbarkeit und SEO. Unter der Marke OnPoint Marketing begleitet er kleine und mittlere Unternehmen im D-A-CH-Raum dabei, in der Google-Suche und auf Google Maps dauerhaft gefunden zu werden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Optimierung von Google-Business-Profilen, lokalem SEO und der digitalen Außendarstellung regionaler Betriebe.

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